Kommunalwahl 
Der Ministerrat hat das Datum für die Kommunalwahl festgelegt: Demnach wird am 29.September über die Besetzung der 308 Rathäuser im Lande für die folgenden vier Jahre sowie für die Gemeinde-Vertretungen entschieden. Bei Kommunalwahlen (Eleições Autárquicas) in Portugal sind auch Ausländer stimmberechtigt, sofern sie in einer portugiesischen Stadt oder Gemeinde wohnen und gemeldet sind: Alle in Portugal ansässigen Bürger aus Ländern der Europäischen Union dürfen abstimmen sowie Staats-Angehörige der Kapverden, von Brasilien, Argentinien, Chile, Island, Peru, Uruguai und Venezuela – Länder in denen viele emigrierte Portugiesen und ihre Nachfahren leben. Norweger sind ebenfalls wahlberechtigt, obwohl ihr Land kein EU-Mitglied, jedoch als Teil des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) in vielen Belangen den EU-Staaten gleichgestellt ist. Zuständig für die Aufnahme in das Wähler-Verzeichnis ist die Gemeinde-Verwaltung des Wohnortes. Zur Kandidatur berechtigt sind neben EU-Bürgern auch Brasilianer und Kapverden; beide Länder stellen in Portugal die größte nationale Minderheit portugiesisch-sprachiger Nationen. 
Bei der vorigen Kommunalwahl im Jahr 2009 lag die Wahlbeteiligung nur bei 59 Prozent; so gering wie nie zuvor bei Kommunalwahlen. Im Ergebnis wechselte die politische Farbe in rund fünfzig Orten und lange Zeit sichere Mehrheiten kamen zu Fall, wie in der Alentejostadt Aljustrel: Dort verlor das Bündnis aus Kommunisten und Grünen nach 35 Jahren den Stadtrat an die sozialistische Partei PS. Insgesamt aber „herrscht in den Städten und Gemeinden die Stabilität“, schrieb die Wochenzeitung Expresso. 279 der 308 Rathäuser werden mit absoluter Mehrheit regiert; sechzehn Rathäuser seit dreißig Jahren von derselben Partei. 
Daran könnte sich nun einiges ändern, denn auf kommunaler Ebene ist die Partei-Zugehörigkeit eines Kandidaten manchmal zweitrangig gegenüber der lokalen Reputation des Politikers. Und da in diesem Jahr erstmals eine neue gesetzliche Regelung greift, die es Bürgermeistern verbietet, nach drei Amtszeiten in Folge ein viertes Mal zu kandidieren, müssen zahlreiche Bürgermeister abtreten. Einige von ihnen streiten noch darum, ob das Verbot, sich zur Wiederwahl zu stellen, durch eine Kandidatur in einem anderen Wahlkreis zu umgehen wäre.