Grenzübergreifende Ermittlungen 
Ermittler und Fahnder aus Portugal nahmen an der internationalen 'Pickpocket-Konferenz' in Den Haag teil. Dabei ging es um die Sammlung von Erkenntnissen über die wirksamsten Methoden gegen Taschendiebe, denen besonders häufig Touristen zum Opfer fallen. Die Polizeikräfte der 18 teilnehmenden Länder wollen künftig ihre Ermittlungs-Ergebnisse systematisch teilen, damit Anfragen zu reisenden Tätern und Tätergruppen rasch beantwortet werden können. Eine Europol-Datenbank soll die grenzübergreifende Fahndung und Prävention erleichtern und Daten über Täterstrukturen und ihre Reisewege gezielt an alle Mitglieds-Staaten der EU weiter geleitet werden. Taschendiebstähle seien längst keine lokalen Phänomene mehr; vielmehr seien die Langfinger immer häufiger in international vernetzten, organisierten Banden unterwegs und wechseln ihre Aufenthalstorte in sehr kurzer Zeit. 
Auch der unspektakulär scheinende Diebstahl von Altmetall und solchem, das durch Diebstahl dazu gemacht wird, ist inzwischen in der Hand organisierter Banden, die über die Grenzen hinweg arbeiten, so Europol-Direktor Rob Wainwright. Europol hatte deshalb auch zu einem Treffen der Polizei-Kräfte geladen, die sich mit dem Metallklau beschäftigen. Auch hier soll länderübergreifend gearbeitet werden, um die Wege der organisierten Diebe abzudecken. Besitzer von Schrottplätzen dürften außerdem nicht länger Metall nach dem Motto 'Wir stellen keine Fragen nach der Herkunft' annehmen. In Vila Real de Santo António wurden kürzlich zwei Männer festgenommen, die Eisen, Kupfer und Aluminium ankauften mit der „Absicht, es dem internationalen Schwarzmarkt zuzuführen“, erklärte ein Sprecher der GNR. Portugal gehört zu den Ländern in der EU, die besonders viele Metall-Diebstähle beklagen und die Nationalgarde setzt seit etwa zwei Jahren eine Fahndergruppe ein, die sich um Metall-Diebstähle kümmert. Den Dieben ist jedes Objekt recht: Die Polizei fand sogar metallene Grabkreuze, vor allem aber Kupferkabel, abmontierte Eisenbahn-Schienen und ähnliche Gegenstände, die nicht nur einen direkten materiellen Verlust darstellen, sondern vor allen Dingen dort, wo sie entwendet wurden, erhebliche Folgeschäden verursachen, wenn Bahnlinien oder Stromnetze beschädigt werden. Neben Portugal nahmen sechzehn weitere EU-Staaten an der Konferenz teil und die Anwesenden erhielten teils erstaunliche Einblicke, wo sich das in ihren Ländern entwendete Metall wiederfinden lässt: Italien und Bulgarien entwickeln sich zu Umschlagplätzen für wertvollen illegalen Schrott: Zur Verschleierung der Herkunft wird das metallene Diebesgut quer durch Europa transportiert und an entlegenen Orten recycelt.