Dirigenten bleiben 
 Christoph König
Christoph König wird auch in den Spielzeiten 2012 bis 2014 Chefdirigent des Orquestra Sinfónica do Porto (OSPCM) sein, wie die Casa da Música, Stammhaus des Orchesters, nach der heute erfolgten Vertrags-Verlängerung bekannt gab. Der in Dresden geborene König sagte, er fühle sich zu Hause in Porto und in der Casa da Música und freue sich darauf, das Orchester musikalisch weiter zu entwickeln, dessen künstlerische Bandbreite sich über symphonische Werke zwischen Klassik und 21. Jahrhundert bis hin zu Jazz, Fado und moderner Musik erstreckt. 
Christoph König leitet die Musiker seit 2008 und gab neben etwa 50 Konzerten pro Jahr in Porto auch Gastspiele im Algarve, in Lissabon und auf den Azoren, sowie in Wien, Rotterdam, Antwerpen und Santiago de Compostela. Seit Herbst 2010 ist König außerdem musikalischer Leiter der Luxemburger Solistes Européens, einem Ensemble von Musikern aus Europas renommiertesten Orchestern. 
Auch an der Spitze des Orquestra do Algarve gibt es keine personelle Änderung, nachdem in der vergangenen Woche gemeldet wurde, Osvaldo Ferreira, der künstlerische Direktor des Orchesters, habe gekündigt, um nach Brasilien zu gehen. 
 Osvaldo Ferreira
Tatsächlich ist Ferreira nach Curitiba gereist, doch er werde alle Verpflichtungen mit dem Algarve-Orchester erfüllen, habe aber aus Brasilien ein „unwiderstehliches Angebot“ bekommen, das sich mit der Arbeit in Portugal vereinbaren lasse. 
Ferreira habe nie gekündigt, es habe auch nie Unfrieden zwischen ihm und dem Orchester gegeben, wie die Presse zu Ferreiras neuem Vertrag beim Orquestra de Curitiba berichtet hatte. Osvaldo Ferreira verantwortet auch den Inhalt des musikalischen Teils des alljährlichen regionalen Kunst- und Kultur-Sommer-Programms Allgarve, das für dieses Jahr „so gut wie vollständig und beschlossen ist“. 
Gleichwohl kritisierte Ferreira „mangelhafte Bedingungen für kulturelle Arbeit in Portugal“ und lobte Organisationen wie die Associação Musical do Algarve (AMA), die „enorme Mühe auf sich nehmen, bei der zentralisierten Kultur-Politik regionale Interessen durchzusetzen. Sollten sich Ferreiras neue Termine in Curitiba mit denen im Algarve überschneiden, so wird er hier von seinen portugiesischen Kollegen Álvaro Cassuto (Orchestra di Bari) und Cesário Costa (Orquestra Metropolitana de Lisboa) vertreten.